Die Straßenbahn Augsburg in den 80er und 90er Jahren

Im Jahr 1977 wurde der Königsplatz "Neu" eröffnet- dieser prägte ab da das Stadtbild. Bis 1985 wurden im gesamten Straßenbahnnetz in Augsburg nur Gt 5 und Gt 8 eingesetzt. Ab 1985 (pünktlich zur 2000 Jahr Feier der Stadt Augsburg) wurde ein neues Fahrzeugtyp in Betrieb genommen: Der M8c. Dies führte zu ersten Ausmusterungen bei den Gt 5. Leider wuchs das Streckennetz in diesen Jahren um keinen Meter, jedoch erschien der Fortbestand der Straßenbahn als gesichert. Doch dann in den 1990er trat die "Renisance" der Straßenbahn in Augsburg ein- erstmals wurden Niedeflurtriebwagen getestet und auch eingesetzt. 

Zudem wurde die "Neue" Linie 3 wieder gebaut- Sie ersetzte die Buslinie 44 und fuhr über die Universität zur Inninger Straße. Diese Linie wurde am 27. April 1996 eröffnet. 

Das Straßenbahnnetz von Augsburg in den 1980er Jahren- es wuchs in diesen Jahren keinen Meter
Gt 8 810 wurde als Zweirichtungswagen umgebaut- er pendelte dort während der Bauarbeiten auf dem Gögginger Streckenast - das Bild wurde nahe der Frohsinnstraße aufgenommen. Zur Erklärung zu diesem Kuriosium: Der neue Kö war in den 80 er Jahren voll in Betrieb, doch bereits damals stellte sich heraus, dass die Bahnsteige viel zu kurz waren, sobald Bus und Strassenbahn hintereinander zum Aus- und Einsteigen anhielten. Selbst die damals geplante Linie 3 war noch nicht in Betrieb und es engte an allen Bahnsteigen. Dann kam das Chaos über Nacht. Bei einer regelmäßigen Kontrolle an der Gögginger Brücke wurden erhebliche Schäden festgestellt. Die Brücke wurde sofort für jeglichen Verkehr (außer Fußgänger) gesperrt. Einsturzgefahr! Der Streckenast nach Göggingen war unterbrochen, Omnibusse wurden eingesetzt die einen großen Umweg über Pfersee nehmen mussten. Wohin mit den zusätzlichen Bussen am Königsplatz. Linie 1 und 2 (Umleiter zur Bgm. Bohl-Str) und Ersatzbus am gleichen Bahnsteig, ein unmöglicher Zustand. Aufgrund einer Bürgerinitiative wurde ein Pendelverkehr mit der Straba zur Gögginger Brücke eingerichtet. Die Fahrgäste konnten somit auf der anderen Seite der Brücke zum Bus Umsteigen. Bild: Hans J. Schölhorn
Die Neuen Fahrzeuge der 80er Jahre - die M8c- hier in der Haunstetter Straße Bild: Hans J. Schölhorn
Die ehemalige Endhaltestelle Kriegshaber- als Stumpfgleis. Bild Hans J. Schölhorn
Zwei Gt 5 an der Endhaltestelle Kriegshaber- diese Abstellehalle besteht heute noch, allerdings dient sie nur noch der Abstellung. Bild: Hans J. Schölhorn

Gt 8 804 an der Haunstetterstraße (noch in alter Lackierung)- Bild: Jürgen Steinbrecher
M8c 8011 an der Schertlinstraße- dieser Wagen wurde 2012 nach Darmstadt verkauft. Die Schleife an der Schertlinstraße wurde im Rahme des Neubaus der Linie 3 stillgelegt Bild: Hans J. Schölhorn
Die Neue und Alte Gleisführung am Oberhauser Bahnhof- damals schon Linie 2. Das Bild wurde 1996 aufgenommen. Bild Hans J. Schölhorn
Auch der Umsteigepavillion an der Wertachbrücke verschwand- ab nun benutzten Straßenbahnlinie 4 und 2 diesselben Gleise. Um den Straßenbahnverkehr nicht zu unterbrechen, wurde eine Verbindungskurve gebaut Bild Hans J. Schölhorn
Im Jahr 2000 hieß es dann Abschied nehmen: Von den Gt 5. Hier Gt 5 547, der (vergeblich) auf seinen Rückbau zum Beiwagen wartete. Bild: Hans J. Schölhorn